Schopfwachtel (Callipepla californica)

Beschreibung

Die kalifornische Schopfwachtel, wie der Name schon sagt, kommt ursprünglich aus den USA genauer gesagt entlang der Westküste. Sie bewohnt Täler wie auch Hügel. Heutzutage ist sie in vielen Ländern wild anzutreffen, in Europa jedoch nur in der Volieren Haltung. Sie ist vom Körper grösser als die bekannte Legewachtel, erreicht jedoch nur etwa ein Gewicht von knapp 200 gr. Auch das Aussehen ähnelt unserer Legewachtel weniger da sie zu den Zahnwachteln gehört. Das Männchen unterscheidet sich deutlich vom Weibchen. Es hat ein grau braunes Federkleid mit einem schwarzen Kopf, welcher mit einem weissen Stirnband gekennzeichnet ist. Die typische Feder am Kopf darf nicht fehlen die auch das Weibchen hat, jedoch kleiner. Das Weibchen hat eine schöne wildfarbige Färbung.


Ernährung

Bei der Ernährung der kalifornischen Schopfwachtel soll darauf geachtet werden, dass diesen abwechslungsreich gestaltet wird. Am besten verwendet man dafür ein Zierwachtelfutter welches verschiedene Kräuter und Samen beinhaltet. Dieses sollte wenn möglich in einer Schale angeboten werden, da die Tiere es besser annehmen. Zusätzlich mögen sie Grünzeug und gelegentlich auch Eiweisse in Form von Mehlwürmer oder anderen Insekten. Ihr Futter suchen sie am Boden und scharren dafür gerne in der Voliere. Daher sollte auf ein loses Bodenmaterial geachtet werden.


Fortpflanzung

Im Gegensatz zu anderen Wachtelarten erreichen die Schopfwachteln ihre Geschlechtsreife erst im zweiten Jahr. Dafür legt das Schopfwachtel Weibchen im Frühling zwischen 15 -20 Eier in ein Nest und bebrütet diese für 22 – 23 Tage. Die kleinen Küken sind sofort aktiv und folgen dem Weibchen in der Voliere. Zusammen suchen sie nach Futter und lernen alles Wichtige. Bei der Fütterung sollte in diesem Moment der Eiweissgehalt erhöht werden, sodass die Küken gesund heranwachsen.


Haltung

Auch wenn die kalifornische Schopfwachtel als sehr winterhart zählt müssen sie vor Regen und Wind geschützt werden. Sie reagieren sehr empfindlich auf nasse Böden und Zugluft. Daher sollte die Voliere von oben und auch seitlich geschlossen werden. Zusätzlich sollte den Wachteln, wie immer, ein geschützter Rückzugsort geboten werden. Für ein Paar Schopfwachteln sollte eine Voliere von mindestens 4 m2 zur Verfügung stehen die gut strukturiert ist. Im Gegensatz zur Legewachtel oder Harlekinwachtel sind Schopfwachteln flugfähig und suchen auch in der Höhe einen geschützten Ort. Daher sollten dickere Äste in der Höhe montiert werden. Einen grossen Sandplatz nehmen die Tiere sehr dankend an und ist auch notwendig. Die kalifornische Schopfwachtel sollte wenn möglich nur paarweise gehalten werden da das Männchen während der Paarungszeit aggressiv auf andere Tiere reagiert. Schopfwachteln sind einiges wilder als die zahmen Legewachteln. Natürlich können sie mit viel Geduld und Lockmitteln wie Mehlwürmer sehr zahm gehalten werden. Es darf aber nicht vergessen werden, dass sie sehr schreckhaft sind und daher immer genügend Versteckmöglichkeiten haben müssen.

Da die Schopfwachteln empfindlich auf kaltes nasses Wetter reagieren, sind sie nun seit diesem Frühling in einer geschützten Innenvoliere. Auf 6 m2 können sie nun in einer geschützten Voliere den Tag verbringen. Sitzstangen und auch sonstige Erhöhungen fliegen sie gerne an und sorgen für Abwechslung.

Bilder

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